Ergotherapie in Roth, Büchenbach und Umgebung

Was ist Ergotherapie?

Ergotherapie ist ein vom Arzt verordnetes Heilmittel. Sie dient Menschen jeden Alters, die in ihrer Alltagsbewältigung eingeschränkt sind – sei es durch Unfall, Krankheit oder Entwicklungsverzögerung. Ziel ist es, Fähigkeiten zu entwickeln oder wieder zu erlernen, um weitestgehend selbstständig agieren zu können.


Kinder lernen spielerisch, erobern dabei neue ‌Fertigkeiten und holen so Entwicklungsrückstände auf. Störungen der Feinmotorik oder Konzentration können positiv beeinflusst werden und bringen Erleichterung für den Schulalltag.
‌Erwachsene gewinnen im Alter oder nach schweren ‌körperlichen bzw. geistigen Krankheiten wieder‌ Selbständigkeit zurück, trainieren verlorengegangene Aktivitäten und mobilisieren Kräfte.

 

Ergotherapie Hausbesuche

Unser Angebot für Hausbesuche in der Ergotherapie: Roth, Schwabach, Büchenbach und Umgebung.

Da wir ausschließlich mobil tätig sind, kommen wir zu Ihnen nach Hause oder in die Einrichtung (z.B. Pflegeheim).

Wenn Sie Fragen haben oder einen Termin vereinbaren möchten, rufen Sie uns gerne an oder senden Sie uns eine E-Mail.

Wir freuen uns darauf, Sie kennenzulernen!

 
Stapelblöcke
Handmassage
Autismus-Therapie
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Ergotherapie bei Senioren

Ergotherapeuten helfen und begleiten Menschen, deren Lebensqualität durch Krankheit, Behinderung oder das Alter eingeschränkt ist. Ziel der Ergotherapie ist es, die Selbständigkeit der betroffenen Menschen soweit zu erhöhen, dass der Alltag möglichst unabhängig bewältigt werden kann. Aktivitäten des täglichen Lebens werden trainiert, die Mobilität verbessert, die Gedächtnisleistung gesteigert und vieles mehr...


Die typischen Krankheitsbilder in der Geriatrie sind oftmals (Mehrfach-) Erkrankungen:

  • neurologische Erkrankungen wie z. B. Schlaganfall, Morbus Parkinson, Multiple Sklerose

  • dementielle Erkrankungen wie z. B. Morbus Alzheimer

  • degenerative und rheumatische Erkrankungen des Muskel- und Skelettsystems

  • Zustand nach Frakturen, Amputationen und Tumorentfernung

  • psychische Erkrankungen wie z. B. Depressionen, Psychosen und Neurosen

  • altersbedingte physiologische Funktionseinschränkungen

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Ergotherapeutische Therapieverfahren dienen der Aktivierung, dem Erhalt und der Verbesserung von:

  • Mobilität

  • Geschicklichkeit

  • Kommunikation

  • Psychischen Fähigkeiten wie Lebensfreude und Selbstwert

  • kognitiven Fähigkeiten z. B. für eine bessere Orientierung

  • Anleitung zur Selbsthilfe im Alltag (ADL – Bereich Essen, Trinken, Fortbewegung u.s.w.)

  • Sturzprophylaxe

Ergotherapie bei Kindern

Wir behandeln Kinder und Jugendliche mit Entwicklungsstörungen. Die Schwerpunkte der Behandlung können in folgenden Bereichen liegen:

  • Grobmotorik (Gleichgewicht, Koordination, Tonusregulation,...)

  • Feinmotorik (Graphomotorik, Fingergeschicklichkeit, Kraft-/Druckdosierung,...)

  • Sinnesorgane (Wahrnehmung und Reizverarbeitung in den Bereichen Sehen-Hören-Fühlen,..)

  • Gedächtnisleistung (Aufmerksamkeit, Merkfähigkeit, Konzentration, Ausdauer,...)

  • Schulprobleme (Teilleistungsschwächen, AD(H)S,...)

  • Psyche (Sozial-/Gruppenverhalten, Ängste, Agression, Frustrationstoleranz,...)

  • Geistige und/oder körperliche Behinderung (Down Syndrom, Spastiken,..)

Wann sollten Sie sich beraten lassen?

Ihr Kinderarzt, der das Kind meist schon seit seiner Geburt kennt, kann am Besten beurteilen, ob ein Therapiebedarf besteht. Im Rahmen seiner Entwicklungsdiagnostik kann er feststellen, ob die Auffälligkeiten zu den normalen Eigenheiten gehören oder Anzeichen einer Entwicklungsstörung sind. Um die kindliche Entwicklung optimal zu fördern, ist bei einer diagnostizierten Entwicklungsstörung eine ergotherapeutische Behandlung dringend anzuraten. 

Anzeichen für eine Behandlungsbedürftigkeit können u.a. sein, wenn Ihr Kind:

  • häufig hinfällt

  • Probleme mit dem Balancieren, Springen oder Ball spielen hat

  • nicht gerne malt oder bastelt

  • nicht schaukeln will

  • Schulprobleme auftreten

  • bestimmte Materialien wie Knete, Sand oder Kleister nicht berühren möchte

  • sich schnell ablenken lässt, nicht still sitzen kann, nicht zuhören kann

  • impulsiv oder aggressiv ist, geringe Frustrationstoleranz zeigt

  • sehr ängstlich ist und sich wenig zutraut

  • Grenzen und Regeln ausreizt

Ergotherapie in der Neurologie z.B. nach Schlaganfall

In der Neurologie werden vor allem Erkrankungen des zentralen Nevensystems behandelt wie z. B.:

  • Zustand nach Apoplex (Schlaganfall)

  • Schädelhirntrauma

  • Parkinson-Syndrom

  • Multiple Sklerose (MS)

  • Rückenmarksläsionen / Querschnittslähmungen

  • Demenzen (z. B. M. Alzheimer)

  • Tumore

  • Nervenläsionen

  • Stoffwechselerkrankungen (z.B. Diabetes)

  •  Neuropathien

Unsere Behandlungsbereiche in der Neurologie:

  • Training der Arm-/Handfunktion z.B. nach Schlaganfall ("normale" Bewegung fördern, Spastik abbauen, Wahrnehmung der betroffenen Körperseite, Sensorik,..)

  • Hirnleistungstraining (Gedächtnis, Konzentration, Aufmerksamkeit,..)

  • Selbständigkeit (u.a. Mobilität, Orientierung, Handlungsplanung,..)

  • Probleme bei der Selbstversorgung (Wasch-/Anziehtraining, Freizeitgestaltung, Haushaltsführung,..)

  • Lebensqualität und psychisches Wohlbefinden steigern

  • Hilfsmittelberatung / Umfeldanpassung

  • Angehörigenberatung

Ergotherapie bei psychischen Erkrankungen

Das Ziel der ergotherapeutischen Behandlung im Bereich psychischer Erkrankungen sind die persönliche Entwicklung, Verbesserung der beruflichen und privaten Lebenssituation sowie der alltäglichen Aufgabenbewältigung.


Indikationen für eine Behandlung sind:

  • Depressionen

  • Demenzerkrankungen

  • Psychosen & Neurosen

  • Angsterkrankungen

  • Persönlichkeits- & Verhaltensstörungen

  • Psychosomatische Störungsbilder

  • Suchterkrankungen


Passende Therapiemethoden in der Ergotherapie sind hierfür u.a.:

  • Hirnleistungstraining zur Verbesserung von Aufmerksamkeit, Konzentration und Merkfähigkeit

  • Training der eigenen Tagesstrukturierung

  • Verbesserung der Grundarbeitsfähigkeiten

  • Verbesserung der Körperwahrnehmung und Wahrnehmungsverarbeitung

  • Förderung von Entspannung

  • Erhalt und Verbesserung der Kommunikationsfähigkeiten

  • Wiedererlangen von Selbstvertrauen und Handlungskompetenz

  • Förderung der Kreativität mit Ansätzen aus der Gestalttherapie

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Wissenswertes

zu Ihrer ergotherapeutischen Behandlung

Wie läuft Ihre ergotherapeutische Behandlung ab?

Sie erhalten von Ihrem Haus- oder Facharzt ein Rezept über Ergotherapie und melden sich bei uns. Bei einem kurzen telefonischen Vorgespräch klären wir die grundsätzlichen Dinge zu Ihrer Therapie, d.h. wir nehmen Ihre Daten auf, besprechen warum Sie Ergotherapie benötigen und wann die Therapie am besten stattfinden kann. Als Privatpatient erhalten Sie von uns einen schriftlichen Behandlungsvertrag mit den genauen Kosten für Ihre Behandlung. Diesen können Sie gerne vor Behandlungsbeginn Ihrer privaten Krankenversicherung vorlegen, um zu erfahren, ob diese die Kosten in voller Höhe trägt. Eine Therapieeinheit dauert zwischen 30-60 Minuten, je nachdem welche Behandlungsmethode Ihr Arzt verschrieben hat, und wird meist 1-2 Mal wöchentlich durchgeführt. Wir versuchen mit Ihnen feste Termine zu vereinbaren, damit Sie sich die Therapie gut einplanen können.


Wie werden die Ziele der ergotherapeutischen Behandlung gesetzt?

Die genaue Befunderhebung findet im Rahmen der ersten Therapieeinheiten des Rezeptes statt. Nach dieser legen wir gemeinsam mit Ihnen, und auf Wunsch Ihren Angehörigen, die Behandlungsziele fest. Uns ist es wichtig, dass diese transparent sind und regelmäßig im Therapieverlauf reflektiert werden.

Sie erhalten von uns zusätzlich "Hausaufgaben", damit Sie auch außerhalb der Behandlung weiter an Ihren Therapiezielen arbeiten können.

Welche Therapiemethoden werden eingesetzt?

Wir versuchen, sofern es möglich ist, immer betätigungsorientiert zu arbeiten. Das bedeutet, dass wir konkrete Tätigkeiten aus Ihrem Alltag aufgreifen, bei denen Sie Probleme haben und deren Erledigung Ihnen wichtig ist. Wir arbeiten konkret an diesen zuvor ausgewählten Betätigungen. Dies erfolgt in 3 Ansätzen: Anpassung des Umfeldes, Anpassung der Betätigung und Trainieren von speziellen persönlichen Fähigkeiten.

Beispiel Klient nach Schlaganfall: ihm ist es wichtig sich wieder selbständig das Frühstücksbrot zu schmieren. In diesem Fall kann das Umfeld sowie die Betätigung angepasst werden (der Klient arbeitet im Sitzen, verwendet eine spezielle rutschfeste Unterlage, Ausprobieren verschiedener Griffverdickungen etc), sowie das Trainieren von feinmotorischen Fähigkeiten auf dem Behandlungsplan stehen (z.B. durch Greif- und Koordinationsübungen).

Beispiel Kind, das seine Hausaufgaben konzentrierter erledigen möchte: in diesem Fall kann z.B. der Arbeitsplatz angepasst werden, verhaltenstherapeutische Methoden erarbeitet werden, wie z.B. eine Arbeitsweise, bei dem sich das Kind vorsagt, was es als nächsten Arbeitsschritt erledigen möchte oder die Selbstwahrnehmung gefördert werden (Was hilft mir meine Konzentration zu steigern, was ist nicht förderlich). Anhand der echten Hausaufgabensituation (Therapie findet im häuslichen Umfeld statt) werden also konkrete Maßnahmen erarbeitet und mit dem Kind reflektiert.

Benötige ich spezielle räumliche Voraussetzungen für die Therapie?

Nein. Wir finden eine Möglichkeit die Therapie in Ihrer gewohnten Umgebung durchzuführen. Ob das in der Küche, dem Wohnzimmer, dem Kinderzimmer oder auch mal im Garten ist, entscheiden wir gemeinsam vor Ort. Je nach Behandlung kann der Ort natürlich auch wechseln. Spezielle Therapiematerialien bringen wir selbstverständlich mit. 

Welche Wohnorte gehören zu unserem Einzugsgebiet?

Wir behandeln in Roth, Schwabach und Umgebung. Beispielsweise kommen wir nach Abenberg, Büchenbach, Groß-/Kleinschwarzenlohe, Georgensgmünd, Katzwang, Kammerstein, Kornburg, Rednitzhembach, Schwanstetten, Wolkersdorf, ... Falls Ihr Wohnort nicht in der Liste genannt wurde, können Sie sich gerne trotzdem bei uns melden und wir besprechen, ob eine Behandlung möglich ist.